Romarius
12.03.2010, 11:33
Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von DO-IT-YOURSELF (DIY), dem interaktiven mitmach-ich-versuch-alles-zuhause-zu-reparieren-Spiel.
Heute im Programm: eine aus dem Ski ausgerissene Bindung wieder neu fixieren mit Hilfe von Inserts/Rampamuffen.
Was wir brauchen:
- einen Ski mit Holzkern (zu besorgen im gemeinen Skihandel, oder einer Edelschmiede)
- eine Bindung, die komplett oder teilweise aus Ski herausgerissen ist (hierfür müsst ihr euch was einfallen lassen, wie ihr das hinbekommt)
- Rampamuffen (beim Eisenwarenhandel, mit Glück auch beim örtlichen Baumarkt in der Schraubenabteilung), dünn oder dickwandig, ist egal.
- Schrauben mit engem Gewinde (für in die Rampamuffen), am besten Edelstahl bzw. rostfrei (ebenso im Eisenwarenhandel). Länge: wie zuvor verwendete Schrauben je Loch.
- Wachs zur Trennnug Harz/Muffengewinde-innen
- Holzbohrer mit Längenanschlag; Durchmesser abhängig von Muffe.
- Zweikomponenten-Epoxidharz. (erhältlich im Baumarkt in versch. großen Packungen, teilweise in der Segel/Yachtabteilung, bewährt hat sich das 24h-trocknende Harz)
- minimale handwerkliche Begabung, alternativ bei Nichtvorhanden: einen freundlichen Schreiner (die Begabung gibt’s bei Geburt, den Schreiner findet man im Branchenbuch, oder in meinem Fall auf einer der vielen Biketouren)
- Frust- bzw. Erfolgsbier.
Vorgehensweise:
- Bindung aus dem Ski entfernen. Nötige Länge der Rampamuffen (meist 9mm) ausmessen (Einbautiefe abzüglich Belag, Topsheet und Glasfaserschichten schätzen) (hier möglicher erster Einsatz von Bier)
- Rampamuffen und passende Schrauben kaufen gehen (nach Rückkehr möglicher zweiter Einsatz des Biers)
Ab hier: Testlauf empfohlen an beliebigem, wertlosem Stück Holz
- Harz gemäß Anleitung anmischen
- Loch gemäß Muffenbreite bohren. Empfehlung: Zugabe von 0,5mm zur Kernlochbohrung (d.h. Kernlochbohrung entspricht dem Durchmesser der Muffe ohne Gewinde)
- Wachs in die Muffe streichen (soll das Harz davon abhalten ins Innere der Muffe zu kriechen (eine nicht verwendbare Muffe bzw. eine untrennbare Verbindung Schraube-Muffe würde sonst entstehen)
- Harz in das Loch geben – nicht zu viel, dass das Harz nicht durch das Wachs drückt, aber auch nicht zu wenig, so dass das Holz gut bedeckt ist. Muffe eindrehen.
- Warten (hier erneuter Biereinsatz)
- Schraube testweise einsetzen, Stabilität und Freilauf prüfen (danach wieder rausnehmen)
- Bindung aufsetzen, Schraube handfest anziehen – nicht zu wenig, dass es sich nicht löst, aber auch nicht zu fest, da ihr so durch das Innengewinde die Muffe aus dem Skikern drückt.
- Begutachtung, 1 Tag warten. Dabei möglicher intensiver Bierkonsum.
Disclaimer:
Alles auf eigene Verantwortung. Wer sich das nicht zutraut, sollte die Angelegenheit an einen Fachmann übergeben (so wie ich das gemacht habe). Fachmann heisst nicht, ab ins nächstbeste Skigeschäft, sondern zu einem Holz und Feinarbeits-Spezialisten, z.B. ein Schreiner. Manche sehr gute Skiläden in den Freeride oder Rennsportzentren mit engagiertem Personal können euch teilweise auch helfen. Zu den durchschnittlichen Touristenshops könnt ihr euch den Weg sparen.
Nicht empfehlenswert sind die Muffen zum reinklopfen, da deren Haltekraft wesentlich geringer ist als die von Gewindemuffen bzw. normalen Skischrauben.
Wer einen fähigen Schreiner im Raum Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg braucht, kann sich bei mir melden. Gewährleistung gibt’s aber auch hier nicht.
Geschätzte Kosten:
Material ca. 10.- Euro
Arbeitsaufwand 1-3 Stunden (je nach Übung).
www.rampa.de
Bilder hab ich leider keine. Kommen beim nächsten Mal ;)
Heute im Programm: eine aus dem Ski ausgerissene Bindung wieder neu fixieren mit Hilfe von Inserts/Rampamuffen.
Was wir brauchen:
- einen Ski mit Holzkern (zu besorgen im gemeinen Skihandel, oder einer Edelschmiede)
- eine Bindung, die komplett oder teilweise aus Ski herausgerissen ist (hierfür müsst ihr euch was einfallen lassen, wie ihr das hinbekommt)
- Rampamuffen (beim Eisenwarenhandel, mit Glück auch beim örtlichen Baumarkt in der Schraubenabteilung), dünn oder dickwandig, ist egal.
- Schrauben mit engem Gewinde (für in die Rampamuffen), am besten Edelstahl bzw. rostfrei (ebenso im Eisenwarenhandel). Länge: wie zuvor verwendete Schrauben je Loch.
- Wachs zur Trennnug Harz/Muffengewinde-innen
- Holzbohrer mit Längenanschlag; Durchmesser abhängig von Muffe.
- Zweikomponenten-Epoxidharz. (erhältlich im Baumarkt in versch. großen Packungen, teilweise in der Segel/Yachtabteilung, bewährt hat sich das 24h-trocknende Harz)
- minimale handwerkliche Begabung, alternativ bei Nichtvorhanden: einen freundlichen Schreiner (die Begabung gibt’s bei Geburt, den Schreiner findet man im Branchenbuch, oder in meinem Fall auf einer der vielen Biketouren)
- Frust- bzw. Erfolgsbier.
Vorgehensweise:
- Bindung aus dem Ski entfernen. Nötige Länge der Rampamuffen (meist 9mm) ausmessen (Einbautiefe abzüglich Belag, Topsheet und Glasfaserschichten schätzen) (hier möglicher erster Einsatz von Bier)
- Rampamuffen und passende Schrauben kaufen gehen (nach Rückkehr möglicher zweiter Einsatz des Biers)
Ab hier: Testlauf empfohlen an beliebigem, wertlosem Stück Holz
- Harz gemäß Anleitung anmischen
- Loch gemäß Muffenbreite bohren. Empfehlung: Zugabe von 0,5mm zur Kernlochbohrung (d.h. Kernlochbohrung entspricht dem Durchmesser der Muffe ohne Gewinde)
- Wachs in die Muffe streichen (soll das Harz davon abhalten ins Innere der Muffe zu kriechen (eine nicht verwendbare Muffe bzw. eine untrennbare Verbindung Schraube-Muffe würde sonst entstehen)
- Harz in das Loch geben – nicht zu viel, dass das Harz nicht durch das Wachs drückt, aber auch nicht zu wenig, so dass das Holz gut bedeckt ist. Muffe eindrehen.
- Warten (hier erneuter Biereinsatz)
- Schraube testweise einsetzen, Stabilität und Freilauf prüfen (danach wieder rausnehmen)
- Bindung aufsetzen, Schraube handfest anziehen – nicht zu wenig, dass es sich nicht löst, aber auch nicht zu fest, da ihr so durch das Innengewinde die Muffe aus dem Skikern drückt.
- Begutachtung, 1 Tag warten. Dabei möglicher intensiver Bierkonsum.
Disclaimer:
Alles auf eigene Verantwortung. Wer sich das nicht zutraut, sollte die Angelegenheit an einen Fachmann übergeben (so wie ich das gemacht habe). Fachmann heisst nicht, ab ins nächstbeste Skigeschäft, sondern zu einem Holz und Feinarbeits-Spezialisten, z.B. ein Schreiner. Manche sehr gute Skiläden in den Freeride oder Rennsportzentren mit engagiertem Personal können euch teilweise auch helfen. Zu den durchschnittlichen Touristenshops könnt ihr euch den Weg sparen.
Nicht empfehlenswert sind die Muffen zum reinklopfen, da deren Haltekraft wesentlich geringer ist als die von Gewindemuffen bzw. normalen Skischrauben.
Wer einen fähigen Schreiner im Raum Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg braucht, kann sich bei mir melden. Gewährleistung gibt’s aber auch hier nicht.
Geschätzte Kosten:
Material ca. 10.- Euro
Arbeitsaufwand 1-3 Stunden (je nach Übung).
www.rampa.de
Bilder hab ich leider keine. Kommen beim nächsten Mal ;)