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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : die reduktionsmethode und die blöden faktoren 4-6


greg
29.11.2008, 19:03
<p class='regions'><em>N&ouml;rdliche Voralpen; Sottoceneri: </em></p>
<p class='danger-level'><em> M&auml;ssige Lawinengefahr (Stufe 2) </em></p>
<p class='description'><em> <strong>Die Gefahrenstellen liegen vor allem an Triebschneeh&auml;ngen aller Expositionen</strong> oberhalb von rund 1600 m. Die frischen Triebschneeansammlungen sollten m&ouml;glichst gemieden werden. Eine vorsichtige Routenwahl ist wichtig. </em></p>
<p class='description'><strong>llb, slf vom 29.11.08</strong></p>
<p class='description'><br />w&uuml;rdet ihr sagen die faktoren 3 und 4, also vezicht auf sektor nord oder n&ouml;rdliche h&auml;lfte, sind anwendbar oder nicht?</p>
<p class='description'>frage nur um die methode zu verstehen nicht um eine entscheidung f&uuml;r oder gegen einen hang zu f&auml;llen.</p>

Tobi
30.11.2008, 07:11
<p>hhmmmm, ist gar nicht so einfach. Ich w&uuml;rde sagen ja, also dass bei dieser Situation keine Punkte f&uuml;r die Vorsichtsma&szlig;nahmen (= Reduktionsfaktoren) f&uuml;r den Verzicht auf 'Sektor Nord' bzw. Verzicht auf 'Sektor N&ouml;rdliche H&auml;lfte'. Ich w&uuml;rde sogar noch weiter gehen und sagen, dass es auch keine Punkte f&uuml;r den Faktor 'st&auml;ndig befahrene H&auml;nge' gibt, weil die meisten H&auml;nge noch nicht befahren worden sind und demnach auch die H&auml;nge der meisten Skigebiete eine ungest&ouml;rte Backcountry-Schneedecke haben. Der Reduktionsfaktor 'st&auml;ndig befahrener Hang' gilt nat&uuml;rlich, wenn der Hang zerspurt ist. Soweit meine Meinung&hellip;</p>
<p>Happy turns, Tobi</p>

Nuno
24.12.2008, 10:46
<p>Diese Methoden sind schon n&uuml;tzlich...</p>
<p>Aber Sie gehen sehr auf Sicherheit aus. Wenn ich mich jedes mal an meine Snowcard halte kann ich kaum noch fahren und schlage mich mit anderen 1.000.000.000.000 Leuten auf der Piste rum.</p>
<p>Ich glaube mann kann sich zwar ganz gut in unbekannten Gebieten an die ANweisungen halten, aber in bekannten gebieten z&auml;hlt auch noch die eigene Erfahrung. Wenn ich wei&szlig;, dass wenn ich diese Linie halte und dort unten bei dem Wald besser und ungef&auml;hrlicher fahren kann fahre ich da auch noch im leicht roten Sektor rein. Wenn jedoch das Gebiet unbekannt und v&ouml;llig uneinsichtig ist, frage ich einen einheimischen oder lasse den Hang einfach aus.</p>
<p>Mit was f&uuml;r Methoden arbeitet ihr?</p>
<p>Snowcard, Reduktion, Bierdeckel???</p>
<p>Ich habe mit der Zeit die DAV-Snowcard zu meinem Favouriten entdeckt. Ausprobiert am Berg bisher die Reduktion auhc, aber kenen Bierdeckel. Gibts schon erste Erfahrungsberichte?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>nuno</p>

Tobi
24.12.2008, 12:22
<p>Hi Nuno,</p>
<p>ich verwende beim Freeriden in den Gebieten einfach die 3x3-Filtermethode und nur bei kritischen Entscheidungen die Reduktionsmethode. Beim Tourengehen halte ich mich an dei RM, da reicht mir der Spielraum locker und ich bleibe oft sogar gerne ein bisschen drunter. Hier gibt es ja auch nicht die d&auml;mliche Competetion und die Schneedecke ist viel weniger stabil.</p>
<p>Happy turns, Tobi</p>

greg
24.12.2008, 15:20
<p>hey nuno, mit den RF 1, 7 und 10 kannst du im skigebiet alles fahren unter 40&deg;. ich finde, wenn man bei ner lws 3 gem&auml;ss llb &uuml;ber 40&deg; geht sollte man schon sehr sehr genau wissen warum das jetzt gerade gehen soll. das sagt mir mein gef&uuml;hl und nicht die RM. und ich bin noch vor RM und co grossgeworden.</p>
<p>ich verwende die RM immer so, dass ich mir am abend vorher beim lesen des wetters und llbs die limits f&uuml;r die entsprechenden expositionen und h&ouml;henlagen &uuml;berlege. wenn ich das gebiet schon kenne kann ich mir dabei schon vorstellen was am n&auml;chsten tag m&ouml;glich sein wird und was nicht. im gel&auml;nde selbst vergleiche ich die vorhersagen des llb mit dem was ich sehe insbesondere unter dem aspekt ob ich die gefahrenquellen welche der llb nennt selbst erkennen und ausschliessen kann oder nicht, ob der gefahrengrad sich eher am oberen ende oder am unteren ende befindet...</p>

Knut
26.01.2009, 14:49
<p>greg wrote:</p>
<p class='description'>w&uuml;rdet ihr sagen die faktoren 3 und 4, also vezicht auf sektor nord oder n&ouml;rdliche h&auml;lfte, sind anwendbar oder nicht?</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine &auml;hnliche Diskussion gab es -wenn ich mich recht erinnere- mal im slf-Forum. Hier war der Konsens nach meiner Erinnerung folgender: Die Faktoren 3 und 4 sind nur auf H&auml;nge anwendbar, die nicht ewplizit als Exposition genannt wurden (Und daher mit einer Stufe tiefer reduziert werden k&ouml;nnen). F&uuml;r genannte Expositionen gilt nur der Faktor 'Verzicht auf im LLB genannte Expositionen'.</p>
<p>Der Sinn des ganzen ist mir allerdings nicht wirklich klar geworden.</p>

Tobi
26.01.2009, 21:09
<p>Hi Knut,</p>
<p>ich bleibe bei meiner oben genannten Meinung und zitiere hierzu Werner Munter: 'Wenn man feststellt, dass es in allen H&auml;ngen gef&auml;hrlich ist, 3-5 nat&uuml;rlich ung&uuml;ltig (h&auml;ufig der Fall, wenn kritische Neuschneemenge &uuml;berschritten ist).' ((Achtung: hier ist ein Fehler im Buch, 2. Auflage, es m&uuml;sste hei&szlig;en 4-6, da es 3 erstklassige RFs gibt)).</p>
<p>Ich verstehe die Sache aber nach wie vor so: Wenn der LLB vor allen Expositionen warnt, bringt mir der Verzicht, auf die statistisch risikoreicheren Hangexpositionen auch nichts bzw. nur wenig, da ich den Hang ja <strong>jetzt</strong>&nbsp;befahren will.</p>
<p>Habe ich alle Klarheiten beseitigt :-)</p>
<p>Tobi</p>

greg
30.01.2009, 12:46
<p>meıne frage kam damals hauptsaechlıch deshalb auf weıl dıe sıtuatıon ın mıttleren lagen oder besser bıs etwa 2300 metern eınfach nıcht dem llb entsprach. der gefahrengrad war ın der noerdlıchen haelfte deutlıch hoeher als ın der suedlıchen und auf dıe noerdlıche haelfte bezogen auch mıt 3 etwa rıchtıg bewertet. sued war eher 2 - 1. f&uuml;r hohe lagen mag das anders gewesen seın - das kann ıch mır gut vorstellen aber nıcht beurteılen.</p>
<p>etwas schade - dass auf so wenıg auf dıe hohe bezogen dıfferenzıert wırd oder werden kann. ım haute savoıe wırd das vıel mehr getan. obwohl es ja ın der schweız bekanntlıch auch an vıelen stellen hoch hınaus geht..&nbsp; :-)</p>
<p>wenn man den berıcht aber genau lıesst (hınweıs: fuer&nbsp;trıebschneehaenge gılt eıne 3) und den zusatz von munter zur prm: 'haeufıg beı grossen neuschneemengen oder nassschnee' konnte man sıch auch damals seınen teıl denken.</p>

Romarius
30.01.2009, 13:36
<p>ich w&uuml;rde wohl nach gefallener neuschneemenge und m&auml;chtigkeit der triebschneeablagerungen die faktoren mal einsetzen und mal nicht. also innerhalb der limits bleiben dann den bauchfaktor mitentscheiden lassen. prinzipiell w&uuml;rde ich aber schon sagen, dass man die faktoren anwenden kann.</p>
<p>(wobei der 'lokale filter', ein mit triebschnee gef&uuml;llter hang, ansich ein 'stop' bedeuten w&uuml;rde)</p>