Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Skifahren im Wald
Aufgrund der aktuellen Situation würde mich die Meinung der Community interessieren.
Derzeit sind die Bedingungen zwischen ca. 1200m – 1900m in den Staulagen überdurchschnittlich gut. Darüber hat „Andrea“ alles verblasen. Diese Höhen befinden sich im Waldbereich, wo viele Tiere derzeit Winterschlaf abhalten oder Ruhe in der kalten Jahreszeit suchen, um diese härteste Jahrzeit zu überleben. In den Conditionsreports wird immer wieder daraufhingewiesen, wie toll es derzeit im Wald ist sowie es ALASKA1973 schreibt "... Wald geheizt bis zum [U]mfallen wortwörtlich ..." (sorry passt gerade perfekt) und die Hochglanzfotos werden wie Trophäen präsentiert. Verhält sich so ein verantwortungsvoller Freerider, der versucht seinen Sport im Einklang mit Natur und Tier auszuüben? Oder zählt derzeit der eigene Egoismus mehr – egal ob die Tiere gestört werden, Hauptsache ich hab „meinen“ Spaß – Essen gibt’s im Tal für mich genug. Die Natur kann mich mal? Welche Verboten gelten nun, welche kann man getrost ignorieren? Jagd- und Forstgebiete? Schilder wie „RespekTIERE deine Grenzen“? Gesperrt Schilder der Skigebietsbetreiber? Die gesperrten eingezeichneten Flächen in den Skigebietskarten? Kann hier noch jemand den Überblick bewahren? Wo liegen die Unterschiede bei den Verboten? Warum werden diese Verbote nicht exekutiert?
Freu mich auf eine rege Diskussion! (der Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
ich kann deine Bedenken verstehen und das Waldfahren ist m. E. grundsätzlich problematisch. Ich bin mir nicht sicher, glaube aber auch, dass es ein vielen Regionen zumindest im Bereich der Skigebiete verboten ist.
Knut betont ja immer den aktuellen Auerhuhnzustand der Schneedecke. Das ist zwar einerseits sehr witzig und ich muss viel lachen, aber anderseits sind die Tiere halt vom Aussterben bedroht, alpenweit. Würden wir das Wildern der C-Reporter aussperren, hätten wir wohl keine Reports. Aber vielleicht könnten wir den Mittelweg gehen, dass wir über die Conditions im Wald schreiben, aber das nicht so bejubeln, sodass nicht unsere Berichte noch mehr Leute in die Wälder ziehen, weil das wirklich sehr problematisch ist. Ich mache es bei mir zu Hause nicht mehr…
zu den Gebieten: ich befürchte, die werden sie nicht nennen wollen oder dürfen :-) Vielleicht kommen ja jetzt wieder normalere Zeiten vom Wetter…
LG und danke für die Kritik
weiter aus unserem internen Email-Verkehr zu dem Thema:
Da ich schon erwähnt wurde (und, weil es ein Thema ist, das mir grundsätzlich nahe liegt), meine 5 Cent zu dem Thema:
Ich weiss nicht, wie die Regelungen im Detail in Österreich sind, aber grundsätzlich gilt in dem meisten Europäischen Ländern primär erstmal das allgemeine Betretungsrecht.
In der Schweiz wird dieses dann durch Wildruhezonen eingegrenzt. Ausserhalb dieser kann grundsätzlich der Eigentümer die Nutzung seines Landes durch Freizeitsuchende per Gerichtsbeschluss und stichhaltiger Begründung einschränken lassen. Diese Möglichkeit wird jedoch nur selten in Anspruch genommen. Zuwiderhandlungen werden teils mit sehr schmerzhaften Geldstrafen geahndet. Sie sind z.B. auch in den Skitourenkarten sowie den Freeride-Maps (übrigens auch in AUT, insofern gehe ich von ähnlichen gesetzlichen Grundlagen aus) verzeichnet.
Diese Rechtslage ist in Deutschland ähnlich, wobei hier noch die mutwillige Störung von Jagdbetrieb und Wildruhe eine Ordnungswidrigkeit darstellen können. Das mutwillig führt allerdings dazu, dass es den Skifahrer in den seltensten Fällen betreffen wird.
Zusätzlich können Skigebiete natürlich gewisse Regelungen treffen (wie Barrieren/Absperrbänder etc.), diese aber nur im Rahmen des mit Ticketlösen eingegangenen Vertrages sanktionieren. In der Regel heisst das Ticketentzug. Wird meines Wissens selten angewandt und ist häufig Augenwischerei gegenüber den lokalen Land- und Forstwirten.
Soviel zur rechtlichen Lage, sofern sie mir geläufig ist.
Die moralische Seite ist wieder eine andere. Natürlich gebietet es sich, Rückzugsräume der Tiere zu beachten und den Sport auch in dieser Hinsicht verantwortungsvoll auszuüben. Allein schon, aber nicht primär, weil uns sonst die Verantwortung entzogen wird.
Deswegen das Skifahren im Wald grundsätzlich bedenklich zu sehen, ist richtig; es verwerflich zu finden, jedoch nicht. Ich möchte behaupten, dass die absolute Mehrzahl, wenn nicht sämtliche CR der letzten Zeit ohne wirkliche Aufstiegsmeter entstanden sind. Und damit in Skigebieten entstanden und somit nicht in Wald, der als echte Ruhezone angesehen werden kann. In solchen Bereichen ausgewiesene Schutzzonen (über deren Sinn sich trefflich streiten lässt und speziell in der Schweiz häufig politisches Kanonenfutter sind, um die Umweltverbände zu beschwichtigen -) werden (zumindest in der CH) meist gut kontrolliert und daher auch respektiert. Im Gegenteil, es gibt in der Schweiz durchaus kleine Gebiete, die von der Attraktivität ihres Waldes gegenüber Freeridern leben.
Insofern gibt es sehr viele Bereiche, in denen von "Wildern" gar keine Rede sein kann und ich finde eine Verteufelung des Waldskifahrens nicht angebracht. Ich jedenfalls war den ganzen Winter absolut legal unterwegs. Und moralisch für mich ebenfalls vertretbar.
Dass man allerdings das ganze thematisieren sollte, und dafür sensibilisieren sollte, halte ich jedoch für absolut richtig und notwendig. Man sollte die CR-Ersteller in so fern darauf hinweisen, sowie auf eine allzu laxe und jovial-coole Berichterstattung (und da muss ich mir selber an die Nase fassen) verzichten.
Das Nennen der Gebiete ist so ne Sache. Es mag manche geben, die wirklich illegal unterwegs sind, aber die meisten werden ihre Spots nicht verraten, weil sie schlicht dem Lokalismus fröhnen und gute, fahrbare und legale Waldgebiete mit Liftanschluss die letzten fast geheimen Perlen der Freeride-Szene sind. Insofern bleibt die Wahl, dann in diesen Fällen keine CRs zu haben, oder die Reporter ihre Spots nicht verraten zu lassen und nur die Region anzugeben. Einen gewissen Nutzen sehe ich durchaus auch in Reports, in denen der Spot nicht genannt wird.
Für die too-much-text-Fraktion: Der nachfolgende Teil ist nur aus mir rausgesprudelt, weil er mich bewegt. Hilft aber dem Thema nicht wirklich. :D
Zu meinen Rauhfusshuhn-Kommentaren: Rauhfusshühner (vor allem Birk- und Schneehühner, aber auch besagte Auerhühner) suchen sich speziell während Starkschneefällen gerne Bereiche an der Buschgrenze aus, in denen sie sich einschneien lassen und abwarten, bis sich die Schneedecke setzt und festigt. Selten suchen sie sich als Rückzugsraum den Wald aus (obwohl sonst der Hauptlebensraum). Beide Male, die ich diese Tiere diesen Winter aufgescheucht habe (bzw. in dem einen Fall es sogar zur Kollision kam), waren in diesem Bereich. In Lech war es auf einer markierten Variantenroute und jetzt in Davos in einem Schneefeld von Fussballplatzgrösse zwischen zwei Pisten. So leid es mir tat, diese Tiere dort aufgescheucht zu haben, so wenig kann man es vermeiden. Das ginge in den Fällen nur, in dem man komplett auf's Freeriden verzichtet. Auch wenn grundsätzlich jedes menschliche Tun, speziell das rein vergnügliche, in seiner Daseinsberechtigung hinterfragt werden kann, so ist meine persönliche Meinung dazu vermutlich klar. :D
Die Kommentierung entstand als Gag und entwickelte sich zu einem Runnig-Ebensolchen. Ich sehe völlig ein, dass das nicht angebracht ist.
Die Tiere sind übrigens mitnichten Alpenweit vom Aussterben bedroht. Sie sind in allen landesspezifischen Roten Listen aufgeführt, aber in Österreich und der Schweiz teilweise nur 'stark gefährdet', 'verletzlich' oder sogar "nur" 'potentiell gefährdet' und werden dementsprechend auch bejagt (In D gibt es letzte Kategorie -je nach Liste- gar nicht und sie wird mit der höheren IUCN Kategorie 'verletzlich' zur sog. Vorwarnliste zusammen gefasst). Dass soll jetzt keine Rechtfertigung sein, diese Tiere stören zu dürfen. Ganz im Gegenteil, ich bin trotzdem ein starker Verfechter der Einhaltung von Wildruhezonen (ob nun explizit ausgezeichnet oder nicht) und hab mit dieser Haltung auch schon den ein oder anderen Mitstreiter mit Powderwaffen für immer als Begleitung vergrätzt. Aber bei diesen Sachen ist mir die richtige Faktenlage persönlich wichtig. Dieses Schwarz-Weiss-Denken hilft nämlich weder der Natur bzw. ihrem Schutz, noch den Menschen. Sondern es füllt nur die Vereinskassen der prätenziösen und plakativen Naturschutzverbände mit weniger seriösen Absichten (Nicht falsch verstehen: viele Natruschutzverbände machen klasse Arbeit). Aber so langsam schweife ich brutal ab. Sorry.
Ich geh wohl besser in's Bett.
Mal meinen Senf, auch wenn ich nicht soviel Außdauer wie Knut habe um den Beitrag zu verfassen.
Ich denke man muss unterscheiden wen und was man mit dem Skifahren schadet (Das Skifahren an sich im Alpinen Stil eine Schweinerei der Natur gegenüber ist will ich mal nicht vertiefen). Da ist zum einem die Natur an sich der wir schaden und zum anderen die Tierwelt.
Das man immerwieder auf Rauhfußhühner trifft passiert. Ob es sich vermeiden lässt möchte ich bezweifeln. Dennoch kann man hier den Tieren gegenüber Respeckt zeigen und z.B. Nicht dort seine Line wählen wo die meisten Spuren hinführen oder durch dichte Waldteile fahren, in welchen sich die Tiere aufhalten. Das man Schutzgebiete beachtet und diese nicht ignoriert setze ich mal voraus.
Ein großes Proble bietet aber auch das Skifahrenin der Natur an sich. Habe heute wieder in Schlick gesehen, wieviele doch in Aufforstungen reinfahren ohne auch nur einen Moment zu zögern oder nachzudenken. Hie wird Jungwald sprichwörtlich niedergetreten. Wenn man sich die Schäden in Aufforstungen mal im Frühjahr anschaut stehen einem die Haare zu Berge.
Gebietsweise wurden sogar hohe Zäune aufgestellt um den Jungwald (welcher auch als natürlicher Schutz vor Lawinen notwendig ist) zu schützen. Ist das unsere Zukunft? Eingezäunte Bereiche weil einige sich nicht verkneifen können eine andere Line zu wählen?!
Und um nochmal an die eigene Nase zu fassen: Im Alpenverein machen wir bisher auch nichts dagegen. Bzw. nur sehr wenig. Es ggibt eine Aufklärungskampagne das man beim Tourengehen auf den Routen bleiben soll und in der Ausbildung (Skilehrer, Hochtourenführer, FÜL Skitouren,...) gibt es auch Einheiten welche auf diese Probleme aufmerksam machen, dennoch gibt es keine an die Masse gerichtete Kampange.
Hier gehören meiner Meinung nach auch Gesetzliche Bestimmungen her, welche wie schon erwähnt, fehlen. Das Fellhorn geht in meinen Augen in ihrem "Naturschutzgebiet" schon richtig vor, das Sie verschärft kontrollieren und auch immer wieder Karten entziehen. Auch Strafen wurden hier schon verteilt (habe ich gehört). Das das Fellhorn woanders Umweltmäßig suereien betreibt lassen wir hier mal außen vor.
Romarius
09.01.2012, 20:48
nun verboten ist es nicht im Wald zu fahren, außer es ist explizit Wildschutzgebiet oder Schutzwald etc. Du als Österreicher verwechselst da evtl das mit dem österr. Wald-Nutzungsrecht.
Das Vereinen mit dem Problem der Ruhezonen und dem persönlichen Spaß ist eine eher philosophische Frage - oder auch nicht. Tobi hat da z.B. eine etwas andere Einstellung (und kennt auch die Tierwelt etwas besser als ich), fährt aber dennoch schonmal im Wald.
Besonders in Gebietsnähe nahe Pisten und Liften, wo ja das meiste Freeriden im Wald stattfindet - ich zumindest lauf bei Powderbedingungen dann selten irgendwo hin und bin somit immerhin meist relativ nah an Piste oder Lift -, ist der Radius ist also in den allermeisten Gebieten recht beschränkt. Das größere Problem sind da die Skigebiete bzw Lifte an sich meiner Meinung nach. Ich verweise auch gerne an mein Mega-Massenfoto aus dem Zillertal von gestern.
Aber du merkst, ich versuche das zu verteidigen, weil ich selbst natürlich weiß, dass es nicht gut ist. Aber machen tu ichs trotzdem sehrsehr gerne, weil es für mich das wohl beste Skifahren ist, das ich kenne. Immerhin besitze ich derzeit kein Auto und helfe manchmal alten Damen über die Straße, damit geht’s mir gleich besser ;)
finde die Diskussion hochwertig und produktiv und interessant.
Zum Thema Spot-Nennung: wer nicht mag, muss nicht, sehe ich auch so. Eine regionale Eingrenzung bzw. spezifischere Bescheibung fände ich aber wünschenswert.
Zum Thema fahren ab Liftanlagen und (Nicht-)Störung von Wildtieren: bei uns im Schwarzwald ist es definitiv nicht so: hier sind ohne einen Meter auzusteigen, sehr empfindliche Gebiete tangiert. Hier kenne ich jetzt auch zufällig einen Teil der Auerhahnlebensräume.
@ Knut: fand deinen Running-Gag schon auch lustig, wirklich.
baron cznary
10.01.2012, 07:52
ich fahre gern im wald. damit beziehe ich klar stellung. Die rechtliche Situation ist mir dabei recht egal, denn viel, wie oben angemerkt, Schutzzonen entstehen auifgrund von reichlich sinnlosem Lobbyismus. Ich habe da aber auch eine etwas unentspanntere Einstellung, da ich vom Klettern in deutschen Mittelgebirgen etwas angenervt bin wie Naturschutz so in D /EU läuft. (Nebenbeibemerkt gibt es da auch sinnvolle regelungen wie z.B. im Frankenjura, an die sich auch die Betroffenen Sportler halten). Sportler sind immer böse, Jäger, Verkehrsprojekte (siehe Hönnetal in NRW) und Landwirte, sowie Wanderer (Felsen /Wäler dürfen nicht mehr befahren werden, aber oben drauf stehen am Metallgeländer und winterwandern auf maschinell gepflegten Wegen im Schutzgebiet sind ok) sind sehr berücksichtigungswürdig.
Der moralische Aspekt ist mit da schon wichtiger. Zu den Baumschäden würde ich anführen, dass es sicher welche gibt, aber die Reduzierung der knabbernden Jägerabschusstrophäen auf 30% dort sicher mehr brächte. Ohnehin wäre ich für eine gesunde Wolfspopulation im Wald. ;) Ok spass beiseite. Ich denke dass sinnvolle Schutzgebiete von jedem resperktiert werden würden. z.B. sicher fährt niemand im Wald von Andermatt, weil es offensichtlich ist, dass dieser Wald wachsen und gedeihen muss. Im Wald von anderen Gebieten wo urplötzlich eine Schutzzone auftaucht ist die Einsicht sicher geringer. Ohnehin will niemand der bei Verstand ist zwischen dichten Jungen Bäumen rumfahren. Die paar anderen: Ok blöde gibt es immer.
Interessante Beispiele sind z.B. der Krippenstein, wo ein Freund von mir seine Examensarbei drüber geschrieben hat und wo der ansässige Jäger bei den Populationen der Tiere keine wesentlichen Unterschiede zu Gebieten ohne jahrelange Offpistetradition festmnachen wollte. (Gut das ist jetzt keine wissenschaftliche Studie, aber eine BUND Studie würde ich da genausowenig trauen wie einer Marlboro Studie zum Thema Teer in Lungen). Ausserdem bleibt selbst im dichtbesiedelten Alpenraum trotz Treeskiings 90% des Waldes im Winter so gut wie unberührt.
Dass es im Schwarzwald so etwas sensible Zonen gibt ist sicher richtig, aber gerade dort und in anderen hochgradig monokulturellen Nutzwäldern ist der Tierbestand eher dürftig. Das sieht im naturnahen Bergwald sicher anders aus.
Schlussendlich wäre ich für eine Regelung die beides berücksichtigt.
Zum Thema nennen von Gebietn: Nein. gerade beim Treeskiing sind ein paar Leute immer geduldet und auch kaum STress für Tiere wenn sie ausweichen können, aber sobald es mehr wird ist es für Fahrer und Befahrene nicht so schön. Von einer rigorosen Kontrolle und Sperrung mal ganz abgesehen.
Insgesamt strotzt der Beitrag nicht gerade von tiefer Reflektion, aber besonders dieser Absatz zeigt schwere Ausprägungen vom "Der Grosse nimmt mir immer die Rassel weg"-Syndrom:
Sportler sind immer böse, Jäger, Verkehrsprojekte (siehe Hönnetal in NRW) und Landwirte, sowie Wanderer (Felsen /Wäler dürfen nicht mehr befahren werden, aber oben drauf stehen am Metallgeländer und winterwandern auf maschinell gepflegten Wegen im Schutzgebiet sind ok) sind sehr berücksichtigungswürdig.
Das ist schlicht quatsch. Natürlich ist Naturschutzpolitik häufig eben letzteres, nämlich Politik. Und damit auf Wirkung ausgelegt. Leider nicht immer auf Wirkung der Massnahme, sondern häufig auf Wirkung in der Klientel, Interessen- oder Wählergruppe. Ich bezweifle stark, dass die Jäger oder Landwirte sich als die als die Guten betrachteten ansehen.
Allein der Standpunkt, als Powderheuschrecke in den ständig wechselnden Gebieten beurteilen können zu meinen, welche Schutzzone sinnlos ist und nur den eigenen, moralischen Massstab anzusetzten, klingt für mich anmassend.
hey leute,
um was genau gehts es hier gerade eigentlich????
skifahren, schnee, snowboarden....oder was?????
ich finde schnee ist echt was tolles, hat irgendwie etwas romantisches...allerdings ist es mir meist einfach zu kalt um mich lange genug draußen aufzuhalten!!!!!!!!!!!!
hab mich natürlich auch schon im skifahren versucht...aber leider gescheitert...sieht aber echt toll aus und macht auch trotzdem ne menge spaß!!!!!!!!!!!! :D
kann mir hier jemand vielleicht einen bestimmten ort für ein cooles und entspanntes schneeerlebnis für ein paar tage empfehlen????
vorallem muss man natürlich die momentanen temperaturen in deutschland beachten!!!!^^ sind ja eher nicht winterlich... =(
baron cznary
10.01.2012, 17:34
Insgesamt strotzt der Beitrag nicht gerade von tiefer Reflektion, aber besonders dieser Absatz zeigt schwere Ausprägungen vom "Der Grosse nimmt mir immer die Rassel weg"-Syndrom:
Das ist schlicht quatsch. Natürlich ist Naturschutzpolitik häufig eben letzteres, nämlich Politik. Und damit auf Wirkung ausgelegt. Leider nicht immer auf Wirkung der Massnahme, sondern häufig auf Wirkung in der Klientel, Interessen- oder Wählergruppe. Ich bezweifle stark, dass die Jäger oder Landwirte sich als die als die Guten betrachteten ansehen.
Allein der Standpunkt, als Powderheuschrecke in den ständig wechselnden Gebieten beurteilen können zu meinen, welche Schutzzone sinnlos ist und nur den eigenen, moralischen Massstab anzusetzten, klingt für mich anmassend.
es ging um das plötzliche auftauchen in liftnähe von schutzzonen, dass Du ebenfalls moniert hast. dass ich beim klettern tatsächlich mir anmaße darüber urteilen zu können ist eine andere frage.
bei den interessensgruppen nervt es mich, dass jede klientel berücksichtig wird nur eben der outdoorsportler nicht. oder es kommen eben DAV sachen wie "skitouren gehen auf pisten" dabei heraus. der massen tourist wird ja auch berücksichtigt, weil er wichtig ist.
Hallo Herr Baron,
es ist im Einzelfall von außen so gut wie unmöglich zu beurteilen, was der Sinn hinter einzelnen Schutzmaßnahmen und Schutzgebieten ist. Oft handelt es sich ja um recht unscheinbare Lebensgemeinschaften oder Arten. Ich weiß recht gut, wie das bei uns, wo aber auch der größte Teil Naturschutzgebiet ist, abläuft: Zumeist werden verschiedene Interessengruppen eingeladen: Naturschutz, Wintersportgebiet, Gruppen wie DAV, Schneeschutourenbetreiber, lokaler Förster etc. Man versucht hier tatsächlich, fast immer, den berechtigten Nutzungsinteressen zu entsprechen und neue Verbote sind ziemlich schwer durchsetzbar und man sieht daher auch zumeist von ihnen ab, da sie ja auch möglichst durchgesetzt werden sollten. Und nur weil man nichts sieht, heißt das ja leider nicht, es gäbe nichts. Einer der Standardsprüche, den ich immer wieder höre lautet in etwa: ich fahre schon seit XX Jahren hier und ich habe hier noch nie einen Auerhahn gesehen…
Ein weiteres Argument ist, wie du ja auch selbst eingeräumt hast: Skifahren im Wald ist ohne Schäden nicht möglich. Jetzt gibt es Gebiete, wo eine gewisse Auflichtung des Waldes m. E. wünschenswert ist, nur maße ich mir nicht an, zu entscheiden, wo das in anderen Regionen der Fall ist und wo nicht. Und alleine über das Spurenlegen hat man ja auch eine gewisse moralische Verantwortung, für die, die einem nachfahren.
Das Problem mit dem Biotopschutz auf Felsen ist was anderes: hier geht es ja um Vogelschutz, und die haben ne recht gute Lobby. Zumindest bei uns gibt es aber dennoch recht viele Klettermöglichkeiten auch wenn das dem einen oder anderen nicht reicht. Ein grundsätzliches Verbot des Fahrens im Wald, wie bei den Felsen, die grundsätzlich unter Biotopschutz stehen, könnte möglicherweise ja aber auch die Folge exzessiven Waldkifahrens sein…
baron cznary
10.01.2012, 21:10
bevor wir hier klettern und skifahren mischen: da läuft es gott sei dank noch anders beim skifahren, denn diese regelungen der einzelnen Länder beim klettern sind da echt stellenweise hahnebüchen. wenn du wüsstest wegen welcher kräuter und hypothetischer käfer (die nie in den letzten 100+ jahren da waren, aber theoretisch, oder auch nicht laut gutachten, dort wieder siedeln könnten....) in NRW was gesperrt wurde. Oder weil ein Politiker bei der Ortsbegeheung in NRW meinte die Felsen (aus Sandstein, die immer so aussahen) sähen "abgewetzt" aus.... argh.... Oder ein Steinbruchareal, das Kletterer gereinigt und gestaltet hatten und wo sich dann aufgrund der Nutzung Pflanzen ansiedelten die schützenswert waren und dann eine Sperrung kam und jetzt jemadn bezahlt wird, damit diese vorherige Nutzung simuliert wird, (weil sonst andere nicht schützenwerte Pflanzen sich breit machen würden....).
Ich bestreite ja nicht, dass der Waldschutz sein muss, ich sehe nur manchmal das Verhältnis nicht. wie z.B. das der Schäden im wald von Ski zu Rotwild und andren nicht gefährdetenTieren die immer auf den Bildern hüfthoch im Schnee stehen und verzweifelt fliehen wollen, das ja überall im wald ist und unfassbare Schäden verursacht, während der skifahrer nur in einigen wenigen % herumkraucht. Ich finde nur die Tendenz die es beim Skifahren gibt erinnert fatal an die beim klettern in den 80ern und 90ern. Und das ist scheinheilig, denn wenn man den Wald schützen will, dann raus mit dem jagdwild oder rein mit Raubtieren.
Der echte Tierschutz (wie die Hühner) ud nicht der trophäenschutz ist ein anderes Thema. Und da stecke ich tatsächlich auch in einem moralischen dilemma, denn dort könnten tatsächlich unvertretbare beeinträchtgungen auftreten.
Und wenn man es mal betrachtet in wieviel % der Skigebiete sich überhaupt Treeskiing lohnt. Ist das wieder ein 10-20% Bereich (in mehr Gebieten will/kann man eh kein Treeskiing machen) von 10% der Insgesamt vorhanden Bergwaldfläche. (wenn wir großzzügig davon ausgehen, dass 10% des Bergwaldes vom Lift aus erreichbar sind, was natürlich noch deutlich weniger ist). Dann drängt sich der Vergleich zu den Kletterfelsen wie z.B. im Donautal auf wo bei ca. hunderten felsen nicht mal 10 offen sind und die Kletterer sich über 5 weitere freuen würden, weil man am Rest der Schotterhalden eh nicht klettern will. Oder dann über jahre der DAV für völlig irrelevante historische Massive kämpft an denen fast niemand der ernstahft klettert interesse hat. Brutschutzzeitregelungen etc. etc. akzeptiert ja auch jeder Kletterer.
und Knut: ich maße mir nicht an über Schutzgebiete zu entscheiden weil ich gerne keine hätte, ich maße mir nur an, das ubiquitäre Auftauchen zu hinterfragen.
Herr Baron, wir nähern uns an!
Bei uns geht es tatsächlich um das Aussterben oder nicht der vermutlich ca. 30-50 Auerhuhnpaare und das Waldskifahren, hierzu gehört aber auch Touren- und Schneeschuwackeln, hat daran Anteil, wenn es denn passiert.
Beim Runterdrücken der Reh- und Gamswildbestände hast du aber absolut Recht. Als Vollgrüner und Vegetarier muss ich dir hier, aus der Naturschutzperspektive vollkommen Recht geben.
Und was den Wolf angeht, auch!
jahjahisreal
10.01.2012, 22:33
Wenn ich die Beiträge richtig überflogen habe, lässt sich festhalten, dass keiner den Naturschutz ignoriert, sondern sich vor/während seines Freerideerlebnisses Gedanken darüber macht. Zudem wurde behauptet, dass nur ein geringer Teil des Waldes der Alpenregion für Treerides geeignet ist. Dort wo dies passiert ist der Wald eh stark kultiviert oder vom Menschen bearbeit, wie Liftschneisen o.ä.. Ich möcht damit die nicht-wissenschaftliche These vom Baron aufgreifen. Ausgehend davon, dass Treerides demnach größtenteils in Liftnähe, also in unmittelbarer Nähe zum auch schon erwähnten absurden Skizirkus, ist meine Behauptung, dass sich ein Großteil der Tierpopulation nicht in diesem Bereich aufhalten, sondern auf ruhigere Gebiete ausweicht. Somit wäre ein rücksichtsvoller Ausflug in diese Gebiete vertretbar, sofern man nur auf den Tierschutzschutz eingeht und die Bäume vorerst außer Acht lässt.
Vergleichend hierzu möchte ich auch die Kletterverbote aufgreifen und dies noch mal anhand meines letzten Trip im Donautal untermauern: Wir waren an einígen wenigen erlaubten Felsen unterwegs und freuten uns auf einen ruhigen Tag in der Natur (unter der Woche). Wie vorausgesehen waren wir die einzigen Kletterer. Ab allerdings machen sich die ersten "erlebnispädagogischen" Raftingkids bemerkbar, wunderbar verstärkt durch die Talatmosphäre. Kurz darauf gefolgt von einer 5.1 Dolby Surround Beschallung mehrer Riesendampfer und gekrönt von mehreren Tieffliegern, die offenbar ein Training zur Vertretung irgendwelcher ökonomischen Interessen Deutschlands in Irgendwo absolvierten. Meines Wissen waren die anderen Felsen nicht wegen der Wucherung irgendeines Krauts gesperrt, sondern wegen der Vögel, die in dieser Atmosphäre sicherlich nicht mehr geschützt waren.
Die These lautet also Treerides sind vornehmlich in den Gebieten des SKizurkuses möglich, dort befinden sich keiner größeren Tierpopulationen, deshalb kann dies im Sinne des Tierschutzes, unter rücksichtsvoller Ausübung, hammerhart genossen werden.
Und das ist scheinheilig, denn wenn man den Wald schützen will, dann raus mit dem jagdwild oder rein mit Raubtieren.
Diese Art der Argumentation ist scheinheilig. Aber so schön simpel. Und deshalb weit verbreitet. (Abgesehen davon, dass sie in diesem Fall schlicht zu kurz greift, doch dazu unten mehr).
Nur weil ein Faktor auf eine Situation den viel grösseren Einfluss hat, heisst das doch nicht, dass es keinen Sinn macht, den kleineren Einfluss zu unterbinden.
Und dass Schutzgebiete grundlos wären, kann man schlicht auch nicht sagen. Alle Gebiete wurden aufgrund irgendwelcher Gründe und Argumente eingerichtet. Wie sinnvoll diese Gründe sind, kann man nur im Einzelfall abwägen. Und dass viele Vorhaben und Schutzziele mit anderen Umsetzungen besser erreicht werden können, ist sicher so. Dass viele Schutzgebiete als Politikum eingerichtet worden sind, ist sicher auch so.
Sie deshalb zu ignorieren, halte ich trotzdem für fragwürdig, ja kontraproduktiv.
Zum Schutz, der mit den Schutzzonen erreicht werden soll, noch ein paar Gedanken:
Was soll eigentlich geschützt werden? Der Wald? Das Wild? Die Natur? Ja. Und eigentlich nein. Denn alle Arten von Schutz sind eigentlich immer dazu gedacht, etwas zu schützen, was uns schützenswert erscheint. Somit also irgendeine Funktion für den Menschen hat. Beim sog. Schutzwald am Berg ist die Sache noch am klarsten: Interessiert die Natur wirklich, ob an diesen Hängen Wald wächst, der Lawinen verhindert? Nein. Die Lawinen sind rein unser Problem. Für die Natur sind solche Prozesse, die zur Gliederung und Diversitätserhöhung in einem Lebensraum führen, immer ein Gewinn.
Braucht die Natur ein Auerhuhn? Jein. Es zeigt, dass der Lebensraum intakt und natürlich ist. Natürlich in dem Sinne, dass er dem Zustand eher entspricht, der ohne unseren Einfluss wäre. Aber für das Leben auf der Erde ist's furzegal. Wir werden -egal wie sehr wir uns daneben benehmen, das Leben auf diesem Planeten nicht auslöschen. Aber beeinflussen. Sind wir damit besser oder schlechter als ein (Achtung: Galileo-Slang!) Giga-Vulkan? Interessiert das überhaupt?
Wieder jein. Die Natur nur bedingt. Sie wird weiterhin zu evolutiven Entwicklung gezwungen. Eigentlich ist's egal, was die treibenden Faktoren sind. Aber uns interessiert's. Denn die grösste Gefahr ist eigentlich, dass wir durch die Veränderung Probleme bekommen. Unsere eigenen evolutiven Selektionsfaktoren schaffen, mit denen wir dann zu kämpfen haben, oder gegen die wir gar verlieren. Das ist die eigentliche, grossvisionäre Sicht der Dinge.
Ironischerweise wäre die einfachste Lösung, die Natur zu schützen -und Naturschutz heisst ja nur: Schutz der Natur vor dem Menschen- der kollektive Selbstmord. Was wiederum den oben diskutierten Grund, der den Schutz der Natur notwendig macht, ad absurdum führen würde. Naturschutz als Selbstzweck ist also dämlich. Und eigentlich die kurzsichtige Vereinfachung, die so weit greift, dass sie eigentlich nicht mehr stimmt. Das ist, als wenn man höhere Physik allgemeinverständlich erklären will: Die Erklärung ist eigentlich und im Grunde genommen falsch, aber zielführend.
Insofern kann Naturschutz nur heissen: Wir finden Regelungen, die bewirken, dass unsere Nutzung der Natur und der Einfluss eben jener einen Kompromiss darstellen, mit dem wir leben können.
Wir müssen also die Natur (bzw. eigentlich ist es eine nachwachsende Kultur, denn auch gar nichts wäre in Mitteleuropa so wie es ist, ohne den menschlichen Einfluss) soweit schützen, dass wir damit klar kommen und sie geniessen können. Was das im einzelnen bedeutet, sieht naturgemäss (welch schönes Wortspiel) jeder anders. Und damit ist Naturschutz immer ein Kompromiss zwischen Interessen. Seien es nun direkt oder indirekt wirtschaftliche, oder ideelle. Die Gründe reichen also von "mein Baum wächst nicht", über "wenn wir das nicht in den Griff bekommen, kriegen wir bald Probleme" bis hin zu "och gott, ich bin so vollgefressen und mir geht's so gut, dadurch fühl ich mich schlecht". Der letzte Grund ist vermutlich der inzwischen mit Abstand verbreiteste und in meinen Augen bescheurtste. Aber ohne ihn wäre sinnvoller Naturschutz in einer Demokratie schlicht nicht möglich, darum hat man ja lange an diesem Empfinden gearbeitet und es salonfähig gemacht. Was ihn wieder richtig und nötig macht. Aber auch Ursache für die sinnlosen Auswüchse, die der Naturschutz mit sich bringt, ist.
Mit Erörterung der Beweggründe wären wir bei Schutzzielen (zumindest was Skiverbotszonen angeht), und was sie für mich als Skitourist bedeuten:
- Schutz des Waldes aus wirtschaftlichem Interesse (Der Hotelier, dem ich das Dasein ermögliche, lässt seine Holzvertäfelung vom Schreiner machen, der dir das Holz abkauft. Also setzt euch alle zusammen und findet einen Weg, wie ihr zufrieden seid, ohne dass ihr mich vergrault)
- Erhaltung der Schutzwald-Funktion (ok, kann ich gut verstehen. Aber habt ihr auch alle Massnahmen ausgeschöpft, oder ist das nur, um die Alten im Dorf ruhig zu stellen und weiter schwarz wählen zu lassen?)
- Erhaltung von Rückzugsgebieten für das Wild (kann ich ebenfalls verstehen. Aber habt ihr es euch nicht ein bisschen einfach gemacht, und das was euch selbst am wenigsten interessiert? Schliesslich ist der echte natürliche Rückzugsraum der meisten Faunaten genauso der Talgrund. Habt ihr mal über zusätzliche Massnahmen nachgedacht? Gibt es überhaupt Wanderkorridore etc?)
- Erhaltung von sensiblen Lebensräumen (Hallo? Warum habt ihr dann überhaupt ein Skigebiet rein gebaut? Irgendwie sehr einseitiges Denken. Wie sieht's denn mit dem Rest des Bergwaldes aus? Gibt's da nicht besser geeignete Lagen? Das ist ne ganz spezielle Kleinnische? Selten und betrifft nur diesen Tobel? Na dann ok, Das wusst ich nicht.)
- Man ist sowieso gegen diese Wilden, die da so bescheuert in der Natur rum brausen, alles kaputt machen und abends Marhianna rauchen, Stromgitarre spielen und unsern Weibern den Kopf verdrehen. (Ok. Dein Standpunkt. Meiner nicht. Wird nicht vereinbar sein. Aber natürlich kann man die Notwendigkeit des Freeridens, Skifahrens oder jedweder, nicht unmittelbar lebenserhaltenden Tätigkeit die Notwendigkeit absprechen. Ich will's nicht.) Der vielleicht häufigste Grund für Schutzzonen, denn er liegt meist den politischen Bauernopfern zugrunde, die zwecks Projektrealisierung den Umweltverbänden gewidmet werden.
- und der letzte, aber nicht der seltenste Grund: Neid. (alter, habt ihr den Arsch offen? Was hab denn ich damit zu tun?) Es gibt nicht wenige Schutzzonen -bei einigen hab ich die Entstehungsgeschichte sogar mitverfolgen können- die eingerichtet wurden, weil der Typ, dem das Treiben der Bahnbetreiber sowieso, aus welchen Gründen auch immer, ein Dorn im Auge war, gute Beziehungen zur Lokalpolitik hatte. Gerade bei kleinen, einzelnen Liften meiner unbegründeten Einschätzung nach der Hauptgrund für die Einrichtung von Schutzzonen.
Womit eigentlich jedem klar werden sollte, dass die Akzeptanz von Schutzzonen -nicht nur was Freerider betrifft- nur über die Transparenz ihrer Begründung gehen kann. Und eine gewisse Kompromissbereitschaft trotz allem abverlangt.
Da diese Begründungen für mich aber in den seltensten Fällen transparent ist, muss ich ersteinmal davon ausgehen, dass es Gründe für diese Zone gibt. Wenn ich die Gründe für die Zone kenne, bleiben mir mehrere Möglichkeiten: Ich kann sie anerkennen. Oder ich kann sie unbegründet finden. Dann kann ich mich engagieren, um dagegen anzugehen (wobei das momentan -und damit beziehe ich mich auf Dekaden- rückwirkend eher aussichtslos ist). Oder ich kann den Weg des Anarchen wählen und mein Ding machen ohne Kompromisse einzugehen. In einer Gesellschaft selten der richtige Weg. Wobei die Effektlosigkeit einer Massnahme rein theoretisch auch zu ihrem Aufheben führen kann. Aber nur in Zusammenhang mit Argumentation und Engagement. Sonst führt es nur zur Verhärtung der Fronten.
Da ich persönlich mich nicht engagiere, bleibt mir nur, es den Verbänden zu überlassen, die meine Interessen vertreten könnten. Wenn sie das in meinen Augen nicht tun, kann ich mir andere Verbände suchen oder mich doch engagieren.
Natürlich kann ich auch die Einstellung haben "Macht eure verdammten Schutztzonen doch einfach da, wo ich nicht fahre. Sonst ignorier ich sie eh.", aber diese Einstellung halte ich für unreif, egoistisch und unserer Gesellschaft -und damit dem Individuum-nicht dienlich.
Ganz zum Schluss noch ein paar Worte zur Wald-Wild-Problematik und der Einstellung, dass das Wild doch einfach abgeschossen werden sollte, wenn es Probleme macht: In der Regel würde eine Reduzierung auf 5-10% des Wildbestandes nötig sein, um den gleichen Effekt zu erzielen, den eine Besucher-/Nutzerlenkung des Habitats problemlos erreichen könnte. Dafür sind Schutzzonen genau häufig da.
Diesen Effekt kann man auch nicht durch die Wiedereinführung von Grossraubwild erzeugen, da es zwar zu einer Reduktion führen würde, welche aber mit einer Stresserhöhung einhergeht und in vielen Fällen zu vermehrter Problematik geführt hat.
Obwohl ich eine Herstellung der natürlichen Balance sehr begrüssen würde, ist sie für manche -meschengewollte- Schutzziele schlicht nicht zielführend. Es als Argument für sich zu nutzen, in dem man sagt, sie könnten doch das machen, bevor ich etwas machen muss, zeigt nur, dass man von dem Thema keine Ahnung hat, und sich eigentlich auch nicht mit der Problematik auseinander setzten will. Schliesslich steht ja das eigene Vergnügen in vorderster Front.
Ein letzter Aspekt -wenn auch bei weitem nicht unbedeutend- ist der humanmoralische. Ich will schlicht durch mein Tun anderen Geschöpfen so wenig Probleme bereiten, wie möglich. Wenn ich durch meine Skiaktivitäten Tiere stresse und zu energieverbrauchenden Fluchtreaktionen in der harten Winterzeit zwinge, ist mir das schlicht unangenehm.
Dieses moralische Dilemma ist ja in jeder Form der Naturnutzung zu finden.
Wie auch bei der Akzeptenz der Schutzonen braucht es aber um diesem Aspekt gerecht zu werden, Wissen. Allgemeines Wissen, aber vor allem gebietsspezifisches.
So gibt es durchaus in der Lenzerheide -einem der Gebiete, die ich sehr gut kenne- einige Abfahrten, die ich nie mehr machen werde, weil ich gelernt habe, dass die umgebenden Felsen ein sehr beliebtes Ruhegebiet des Steinwilds sind. Auch wenn es keinerlei Schutzzone, Hinweisschilder oder ähnliches gibt.
Genauso werde ich bei meiner Touren- und Routenplanung Gebiete meiden, die häufig Rückzugsareale für Tiere darstellen. Klassische Beispiele sind hier südexponierte, geschütze Lagen lichten Waldes oder vereinzelte Buschgruppen in Lee von abgeblasenen Rücken. Zugegebenermassen sind diese Gedanken bei Skitouren sehr viel präsenter, als beim Freeriden in Liftgebieten. Aber für mich persönlich ist das auch ok.
Denn dass ich die Störung der Tierwelt komplett vermeiden kann, ist völlig utopisch, solange ich diesen Sport ausübe. Und wie viel Impact des eigenen Tuns auf die Natur man für sich selbst in Kauf nehmen kann, ist schlicht persönliche Entscheidung. Es sei denn, die Gesellschaft nimmt es einem ab.
Um das aber zu verhindern bzw. in vertretbaren Grenzen zu halten, braucht es verantwortungsvolles Freeriden von uns allen. Wenn ein Grossteil der Freerider und Tourengeher grundsätzlich Schutzgebiete missachtet, werden über kurz oder lang unserem Sport mehr Restriktionen auferlegt, als die paar Wild- oder Waldschutzzonen. Und das will schliesslich keiner.
Insofern gehört es für mich zur Pflicht eines jeden Freeriders, sich über eventuelle Schutzzonen schon bei der Planung der Unternehmungen zu informieren und diese im Regelfall zu beachten. Dass es Schutzzonen -vor allem darunter solche, welche nur vom Liftbetreiber ausgewiesen werden- gibt, deren Sinnhaftigkeit bereits auf den ersten Blick fragwürdig erscheint, empfinde ich durchaus auch so. Hier kommt es auch meinerseits manchmal zum ignorieren eben jener, wenn -und das ist mir persönlich wichtig- meine Denkweise durch externe Argumente unterstützt wird.
Diesen elend langen Monolog zu dem Thema will ich abschliessen mit einem Zitat aus dem Freeskiers.net-Forum (http://www.freeskiers.net/community/showthread.php?t=15739). Weil es bestens passt und sich hier eine Gelegenheit bietet, die Standpunkte der Freerider-Community auch mal nach Aussen zu tragen, anstatt das wir uns nur gegenseitig zerpflücken:
Am kommenden Donnerstag (12. Januar) findet um 19 Uhr im Kurhaus "Fiskina" in Fischen (Oberallgäu) eine Veranstaltung zum Thema "Skibergsteigen umwelfreundlich" statt.
Thema wird sein, ob in Zukunft Hänge u.a. im Bereich des Nebelhorn offiziell als Schutzgebiete ausgewiesen werden und für Skifahrer gesperrt werden.
Es werden verschiedene Interessenverbände dort sein (Naturschutz, etc), die überwiegend sehr kritisch gegenüber Freeridern eingestellt sind.
Es wäre gut, wenn möglichst viele Freerider bei der Veranstaltung teilnehmen, um Präsenz zu zeigen und um wahrgenommen zu werden. Denn viele der "Entscheider" sehen Freerider immer noch als eine unbedeutende Randgruppe an, die es nicht zu berücksichtigen gilt... Dieses Bild in den Köpfen sollten wir dringend ändern.
Würde mich freuen, wenn man möglichst viele unserer "Spezies" vor Ort sind.
magic spirit
11.01.2012, 06:52
Also ganz entspannt ist es mit Sicherheit zur Zeit in Wolkenstein. Ob das dann cool für dich war kannst uns ja dann erzählen wenn du zurück bist :D
Viel Spaß!
hallo zusammen,
wie habt ihr eigentlich euren winterurlaub verbracht????
hab gerade voll das tolle lied von lenny kravitz gehört!!!! (hab aber leider den titel wieder vergessen...:( ) was hört ihr eigentlich so für musik???
@magic spirit:
danke erstmal, aber wo genau ist das denn???meinst du südtirol???:o
warst du überhaupt im winterurlaub dieses jahr??? wenn ja, wo warst du so???
lg.;)
Also ganz entspannt ist es mit Sicherheit zur Zeit in Wolkenstein. Ob das dann cool für dich war kannst uns ja dann erzählen wenn du zurück bist :D
Viel Spaß!
hallo zusammen,
wie habt ihr eigentlich euren winterurlaub verbracht????
hab gerade voll das tolle lied von lenny kravitz gehört!!!! (hab aber leider den titel wieder vergessen...:( ) was hört ihr eigentlich so für musik???
.. und weitere Beiträge.
Was wird'n das, wenn's fertig wird? Kleine Privatunterhaltung, weil man die Beiträge, den Sinn des Themas und die Funkionsweise eines Forums nicht verstanden hat?
Ziemlich fehl am Platz hier.
magic spirit
11.01.2012, 11:58
Sorry Knut, du hast natürlich recht.
... Aber ich konnte bei diesen vorherigen Aussagen nicht anders, denn das war und ist nur :o
baron cznary
11.01.2012, 15:11
1) Diese Art der Argumentation ist scheinheilig. Aber so schön simpel. Und deshalb weit verbreitet. (Abgesehen davon, dass sie in diesem Fall schlicht zu kurz greift, doch dazu unten mehr).
2) Natürlich kann ich auch die Einstellung haben "Macht eure verdammten Schutztzonen doch einfach da, wo ich nicht fahre. Sonst ignorier ich sie eh.", aber diese Einstellung halte ich für unreif, egoistisch und unserer Gesellschaft -und damit dem Individuum-nicht dienlich.
Abgesehen davon, dass dein Sermon trotz deiner Seitenhiebe prinzipiell das selbe wie meine Kommentare aussagt, hier noch ein paar kurze Ergänzungen.
zu 1: der gute alte Ockham würde meinen du liegst falsch. Und bis auf das argument, dass man, weil man an den großen Einfluss nicht rankommt, ja auch den kleinen verbieten kann (siehe traurige Parallelen zu klettern und Strassenbau usw. usw.), sehe ich nichts was diese hochegoistische und vollkommen Falsch Meinung entkräftet.
zu 2: Nur weil ich sie kritisiere, heisst das nicht, dass ich mich darüber per se hinwegsetze, denn tatsächlich suche ich Spass und Erholung beim fahren und weniger den Guerilla Thrill. Aber nur weil man so schön über das Gegenüber hinwegdiskutieren kann verleiht die unreife Anarchistenkeule den Argumenten nicht mehr Gewicht.
3: Dass die Nutzerzahlenlenkung den Wald gesunden lässt wenn er gefressen wird ist schlichtweg Blödsinn. Wenn 90% der Schäden Fraßspuren sind, sind es Fraßspuren. Genau in die selbe Kerbe haut die Argumentation: "Die armen Tiere fressen alles auf weil sie so viel "freeriderkalorien " auf der Flucht verbrennen und nicht weil zu viele da sind. Es geht nicht darum, nichts zu tun und sich mit dem Nichtstun der Anderen zu rehtfertigen, es geht eben darum, dass das eigen Tun keine Konsequenzen hat. Überspitzt: Dem baum ist es egal ob vor der Entrindung noch ein Skikantenschnitt drin war. Natürlich kann man argumentieren "wenn keiner anfängt dann passiert nie etwas", aber das muss sich ja nicht in totalem Verzicht einer Fraktion äussern, die ohnehin keine Rolle spielt.
4: Umweltschutz als Selbsterhaltung ist die scheinheilige pseudowissenschaftlich funkelnde Spitze auf dem Gipfelkreuz des Gutmenschenhorns. Jede dieser kleinen Maßnahmen ist biologisch und evulotionär komplett irrelevant. da gibt es sicher andere Maßnahmen wie bewussten Konsum (von jedem) oder Schutzprojekte in anderen Skalen und Regionen, die eine echte Bedeutung für die Biodiveristät haben. Wenn man ehrlich ist, leistet man sich solche Mitteleuropäischen vorzeigeprojekte für viel Geld in einer 99% anthropogenen Landschaft auch nur, um zu sagen "wir tun etwas". Vorzeigeprojekte eben. Was ja nichts schlechtes ist. Nur man braucht auch dort keine pseudorelevante Verpackung herumkleistern.
Und jeder versteht eben auch die Argumentation: "Wir retten den auerhhan, weil wir die letzten drei Auerhähne gerne hier behalten würden, da sie zu unserem heimeligen Naturverständnis gehören. Jeder mag den Auerhan. Und keiner will ihn ausrotten. Nur glaubt dann aber auch keiner, dass urplötzlich überall Auerhähne aus dem Boden spriessen wenn, wie du richtig darlegst, eigentlich andere Interessen die Gründe für Schutzzonen sind.
Und genau der Gedanke ist das Problem: Den Menschen aus einer menschgemachten landschaft aussperren zu wollen ist schlussendlich kontraproduktiv. Keiner will jeden wald mit einer Armada aus Armadas ( ;) ) in Grund und Boden schredden, aber wenn alle Wälder dicht sind fehlt es dem Freerider an sich auch an Einsicht für etwaig sinnige Schutzgebiete.
zu 5: dem verantwortungsvollen handeln: das ist genau der vorrauseilende Gehorsam den die, naturverbundenen, Kletterer auch hatten. Wo das endet weiss man. Natürlich fährt keiner dort wo er nicht soll, aber zu sagen "brav, denn das hat einen Einfluss auf die zukünftige Gesetzgebung" ist nicht nur naiv, es ist traurig. Was jetzt nicht heissen, soll, dass man auf (oder in? :D) die Schutzgebiete scheissen soll, sondern nur, dass eben der Freerider an sich kein Faktor ist, der mit am Tisch sitzen darf. Unabhänig vom Verhalten.
freerider13
11.01.2012, 15:18
Servus!
Ich les jetzt mal absichtlich nicht die Riesentexte durch, sondern Post einfach ausm Bauch meine Meinung:
Naturschutz ist gut und richtig, allerdings sollte er auch mit Augenmaß durchgeführt werden. Reine Schreibtischtäteraktionen bringen nichts.
Beispiel 1: Ein nicht gerade dicht bewachsenes Waldstück ohne viel Unterholz inmitten des Skigebiets. Links drei Hütten, rechts zwei, drei Skilifte mitten durch. Wär ich ein Reh: Ich würd auch nicht neben der Autobahn wohnen wollen, also geh ich woanders hin. Auch ne Schutzzone wär mir dort zu laut.
Beispiel 2: Ich geh ne Tour mit meinem Splitboard. Natürlicher Berg, Wald, Lichtungen. Der Wald: Unterholz, alte Baumstümpfe, meist schwer zu fahren. Lichtungen gut, da kann ich das 180er Swallowsplit laufen lassen. Und wenn ich an ner Lichtung ein Reh sehe?
Nun, sagen wir mal so: Wenn ein Schneehuhn einem Reh begegnet fällt es auch nicht tot um. Und man stelle sich vor: Ich habe keinen Ghettoblaster aufm Rücken und auch keine Horde grölender Holländer im Schlepp! Sprich: Reh und ich gehen unserer Wege nachdem wir uns blöd angeschaut haben.
Was die Beispiele klarmachen sollen:
Bei vernüftigem Umgang mit der Natur ergibt sich das "Problem" gar nicht. Das man mit Umweltschutzmaßnahmen die Auswirkungen des Massentourismus eindämmt steht auf einem anderen Papier.
Und: In 30 Jahren in Skigebieten (oder daneben) ist genau 1 mal ein Kumpel auf Schneehuhn gefallen (Gott, war das sauer, hätt ihm beinahe die Augen ausgehackt...) und ich konnte einmal Bieber und ein mal ne Gams unterm Lift sehen. Beides in unbefahrbarem Gelände, was meine These unterstreicht.
Fazit: Wir sind auch nur Lebewesen wie Rehe, Hühner und Co. Nehmen wir uns nicht ganz so wichtig und benehmen wir uns ordentlich dann stören wir auch niemanden.
greets,
Jan
Es wäre schön zu wissen, welche Wildruhezonen tatsächlich sinnvoll sind.
Wenn man sich mal die Panoramakarten der Skigebiete anschaut, sieht man, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen absolut jedes Waldstück in Liftnähe als Wildruhezone eingezeichnet ist.
Das glaubt doch kein Mensch, dass ausgerechnet dort zufällig Tiere und Wald besonders gefährdet sind.
Romarius
11.01.2012, 17:45
Servus!
Ich les jetzt mal absichtlich nicht die Riesentexte durch, sondern Post einfach ausm Bauch meine Meinung:
nun, das solltest du vielleicht doch mal tun. Allgemein bekannt ist nämlich, dass Lesen bildet... und einige Ansätze hier helfen hierzu insbesonders!
Zunächst mal einen Dank an alle, die sich hier die Zeit zu einem offenkundig sensiblen Thema genommen haben.
Mir scheint im Schreib- und Denkstil einiger Protagonisten hier auch ein gewisser Generationenkonflikt vorzuliegen, oder vertue ich mich da?!
Ich persönlich habe kein Verständnis für jegliches "Nach mir die Sinnflut"-Denken. Natürlich wollen wir alle möglichst schöne, spannende Lines erwischen. Allerdings bringt unser Sport meiner Meinung nach auch eine gewisse Verantwortung sich und seiner Umwelt gegenüber mit sich. Es sollte grds. bei allem unserem Streben versucht werden, die negativen Einflüsse auf unsere Umwelt zu minimieren.
Der verantwortungsvolle Umgang auf unserem großen Spielplatz gehört für mich einfach dazu.
Leute, die dafür kein Gespür und Verständnis haben, dürften auch in anderen Bereichen Ihres Lebens vergleichbar handeln.
Damit stellt sich dann allerdings die Frage "Quo vadis Freerider?". Hin zu einem Haufen rücksichtsloser und egoistischer Proleten? Oder freiheitsliebende aber eben auch verantwortungsbewusste Sportler?
Diese Entscheidung muss unterm Strich jeder für sich selbst treffen. Aus meiner Sicht darf aber Freiheit nie gleich gesetzt werden mit Rücksichtslosigkeit.
Danke nochmals an alle für die Diskussion. Alles was uns zum Nachdenken animiert kann nicht schlecht sein.
Happy times
JJ
freerider13
11.01.2012, 22:40
Servus!
*offtopicmodus on*
nun, das solltest du vielleicht doch mal tun. Allgemein bekannt ist nämlich, dass Lesen bildet... und einige Ansätze hier helfen hierzu insbesonders!
Lieber Romarius, ein paar Denkanstöße für dich:
Auch wenn es für dich vielleicht nicht wirklich vorstellbar erscheint, es gibt tatsächlich Menschen die um diese Uhrzeit auch arbeiten. Und solche Menschen haben dann auch NICHT die Zeit alles sofort zu lesen weil Sie auch Geld verdienen müssen.
Dennoch habe ich natürlich jetzt das ganze Topic durchgelesen um herauszufinden, womit ich deinen hochnäsig-herablassenden Kommentar verdient haben könnte. Und ich sag dir was: Ich komm nicht drauf!!!
-Ich bin keinem auf die Füsse getreten
-Ich hab keinen Scheiß verzapft den ich verhindern hätt können wenn ich das alles gelesen hätte
-Ich dachte eigentlich, daß entweder 30 Jahre auf Brettern oder mein Uniabschluß irgendwie ausreichen könnten um im Powderguideforum einen Beitrag verfassen zu können der auf deiner werten Augenhöhe sein könnte...
Bitte erklär mir daher, womit ich deinen schicken "Lesen bildet" Kommentar verdient hab! Vielleicht bin ich ja einfach zu ungebildet!
*offtopicmodus off*
Und @all:
Ergänzend möcht ich noch sagen, daß ich die Beachtung der Verbotszonen für wichtig erachte. Es gibt immer wen, der sich was gedacht hat.
Allerdings:
Bin meist im Bereich Kirchberg/Jochberg unterwegs. Dort ist die Handhabung sehr vernünftig:
Generelle "Ruhezonen" gibt es nicht, es wird mit Schildern und Bändern abgesperrt.
"Gesperrt" heißt dabei: Keine Kontrolle, kein Versicherungsschutz. Befahren auf eigene Gefahr, aber keine Saqnktion.
"Aufforstung Jungwald" heisst: Karte weg, Anzeige. Punkt aus.
Das wichtigste: Die Bereiche werden von Jahr zu Jahr überprüft und neu ausgeschildert. Daher ist man überzeugt, daß dies hier auch notwendig ist und freut sich sogar darauf, daß der VBereich in ein paar Jahren evtl. freigegeben wird.
Wenn ich aber in Stanton unterwegs wäre - wo nach Aussagen von Freunden Hänge gesperrt werden, nur damit der Skischullehrer am Nachmittag unverspurten Powder für seine zahlende Kundschaft hat - dann würd ich mir auch überlegen, ob ich mich an die Verbote halten würde.
Aber wie passt es so schön: Wie man in den Wald ruft...
So far schöne Grüße,
Jan
Halllo zusammen, Hallo Freerider13,
ich kann deine Verärgerung über meinen Kollegen verstehen und wir nehmen die Kritik an. Ich finde, gerade wir "Offiziellen" sollten in Sachen Nettiquette mit gutem Beispiel voran gehen. Gerade kurze Posts in Foren oder anderen Kurzkommunikationen neigen dazu missverständlich zu sein und können schnell als kränkend empfunden werden. Es tut uns leid, dass diese missverständlche Äußerung gefallen ist, bitte um Entschuldigung.
Ich finde die Diskussion hier gut und wichtig und sie verläuft auch überwiegend niveauvoll. Ich denke ein entscheidender Punkt, dass Menschen, wenn ihre persönlichen Interessen betroffen sind, ganz unabhängig von Bildung und Intelligenz, erstmal betroffen reagieren und zur (Selbst-)Verteidigung neigen. Dies ist nachvollziehbar. Dann ist da noch der Punkt, dass in unserer Ego-Szene der Verzicht eines Einzelnen nur persönliche Nachteile bringt und wenig Vorteile. Nur gilt dies ja für fast alle Bereiche, von denen wir wissen, dass die kumulierten Folgen individuellen Tuns langfristig verheerende Folgen haben, z.B. Autofahren und andere Formen des Verbrauchs fossiler Energien.
Eine weitere Form, der angenehmen Selbstentlastung ist, dass es immer Leute gibt, die sich noch viel schlechter verhalten, die also das eigene Fehlverhalten plötzlich als gar nicht mehr so tadelnswert erscheinen lassen. Das führt uns aber nicht weiter, im Gegenteil, das führt in die Ausweglosigkeit…
Ein Kommentar habe ich noch zu dem Post von Jan (Freerider13): das mit den Schutzzonen und dem Lärm ist nicht unbedingt richtig: es kommt hier sehr auf die jeweiligen Arten an. So muss ein empfindliches Biotop, das umittelbar in Autbahnnähe sehr seltene Tier- und Pflanzenarten aufweist, kein Widerspruch sein, da ja das Biotop schon vorher dort war.
Beste Grüße und viel Spaß im Schnee!
Romarius
12.01.2012, 17:44
off topic:
solche Menschen haben dann auch NICHT die Zeit alles sofort zu lesen weil Sie auch Geld verdienen müssen.
Dennoch habe ich natürlich jetzt das ganze Topic durchgelesen um herauszufinden, womit ich deinen hochnäsig-herablassenden Kommentar verdient haben könnte. Und ich sag dir was: Ich komm nicht drauf!!!
ich möchte mich entschuldigen, dass mein Kommentar eventuell etwas unhöflich rüberkam, aber nicht für den Kern der Aussage. Wenn du schon offen schreibst, dass du die Diskussion nciht gelesen hast, dann disqualifizierst du (und auch jeder andere, ob ich ihn kenne oder nicht) direkt. Wie im echten Leben gibt es auch im Netz eine Netiquette. Wenn dir ein Thema nicht wert ist, die vorangegangenen Beiträge zu lesen, dann brauchst bzw kannst du auch nichts zur Diskussion beizutragen. Zuhören bzw mitlesen ist nämlich Grundvoraussetzung für eine Diskussionskultur. Genau so wie du die anderen Beiträge nicht liest, müssen andere dann auch nicht auf deinen Beitrag eingehen. Das ist eine Frage des Respekts und der guten Umgangsformen miteinander. Da du ja bereits daraus gelernt hast, war mein harscher Beitrag ja wohl doch erfolgreich.
zum Thema: ich gehe selbst sehr gerne im Wald skifahren, das gehört für mich mit zum Besten, was Skifahren zu bieten hat. Die meisten negativen Folgen meines TUns sind mir dabei bewusst udn ich habe acuh ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein paar (essbare) Tiere aufschrecke.
Andererseits fühle ich mich als Skifahrer komplett fehlinformiert bzw bewusst im Unklaren über Schutzgebiete gelassen. Wenn ich Infos möchte, muss ich mri die selbst besorgen, was ich und fast jeder andere dann doch eher in den wenigsten Fällen macht.
2-3 Beispiele aus dem Freeride-Alltag:
- Vor 2/3/4 Jahren (die Erinnerung....) in Disentis: sehr gute Schneelage, viel Schnee bis ins Tal. N der Gondel und in der einzigen Bar (sehr beliebt bei Freeridern) waren Aushänge, dass man als Freerider bitten den Schutzraum der Tiere nicht stören solle. Dabei war ein Bild und eine exakte Karte welches der Schutzraum ist, dazu der Hinweis zum Grund. Hier habe ich mich absolut daran gehalten, weil ich die Gründe kannte und sie definitiv Sinn machten (selbst für einen Fleischfresser ;))
- Hochfügen/Kaltenbach: Freeridevariante Goldwald ist eine recht beliebte Variante. In einigen Karten (auch in den offiziellen), aber nicht in allen, ist der komplette Wald als Schutzwald/Naturschutz ausgerufen. Das Warum dahinter, das weiss keiner, auch keine Locals. Allerdings sieht man viele Kahlschläge, mitunter auch mehrere Hundert Meter breit/lang, mittendrin ein Jägerhochsitz und unten im Tal ein prallgefülltes und (für mich) sehr großes Holzlager bzw Holzfabrik. In den Hütten darüber hängen unzählige Hirschgeweihe und weitere Trophäen der Jagsfraktion. Mein Eindruck zu diesem Gebiet: dient der Holzgewinnung und Trophäensammlung. Hier habe ich absolut kein schlechtes Gewissen und brause genüsslich durch den Kahlschlag und lass mir die Pillows um die Ohren fliegen. Kleingetier ist mir hier noch nicht aufgefallen und auch der Jungwald dient offensichtlich auch nur der Holzgewinnung.
- Fellhorn/Oberstdorf: zwischen Mittelstation der Fellhorn-Gondel und Bergstation ist ein Naturschutzgebiet. Früher, noch vor 3-4 Jahren, war dort eine offizielle Variante bzw sogar eine gemachte Piste. Sonst hat sich dort nichts geändert, ausser dass seit ein paar Jahren das Gebiet Naturschutz ist, und Tickets verteilt werden. Interessanterweise gab es früher und gibt es auch heute (natürlich wirds weiterhin gefahren- nicht von mir-, auch wenns ein total unlohnender hängender und kurzer Hang ist) immer wieder gerade zu Saisonbeginn ein wahres Schlachtfest von Schneehühner, die hier scheinbar verzweifelt versuchen den Skikanten Parolie zu bieten. Seitdem sie an den Gondeln (vmtl für die Sommertouristen) Infomaterial ausgehängt haben, so scheint mir wird diese Schutzzone etwas besser gewürdigt. Zumindest von einigen und auch von mir wird dies natürlich berücksichtigt.
- Hochfügen/Kaltenbach: Freeridevariante Goldwald ist eine recht beliebte Variante. In einigen Karten (auch in den offiziellen), aber nicht in allen, ist der komplette Wald als Schutzwald/Naturschutz ausgerufen. Das Warum dahinter, das weiss keiner, auch keine Locals. Allerdings sieht man viele Kahlschläge, mitunter auch mehrere Hundert Meter breit/lang, mittendrin ein Jägerhochsitz und unten im Tal ein prallgefülltes und (für mich) sehr großes Holzlager bzw Holzfabrik. In den Hütten darüber hängen unzählige Hirschgeweihe und weitere Trophäen der Jagsfraktion. Mein Eindruck zu diesem Gebiet: dient der Holzgewinnung und Trophäensammlung. Hier habe ich absolut kein schlechtes Gewissen und brause genüsslich durch den Kahlschlag und lass mir die Pillows um die Ohren fliegen. Kleingetier ist mir hier noch nicht aufgefallen und auch der Jungwald dient offensichtlich auch nur der Holzgewinnung.
So sehe ich das im wesentlichen auch. Nur habe ich nach etwas genauerem Lesen der Naturschutzbegründung auch folgende Problematik gefunden:
Wenn es heißt, die Hirsche verbrauchen bei der Flucht vor Freeridern zu viel Energie, dann geht es meistens nicht darum, dass Kinder weinen müssen, weil Bambi stirbt. Vielmehr zerknabbern die ausgehungerten Tiere den wertvollen Wald, und der wird wirtschaftlich stark geschädigt. Außerdem bleibt dem Jäger tatsächlich weniger zum totschießen, wenn Bambi tatsächlich im Winter verhungert.
Jetzt könnte man natürlich sagen: Kein Problem, Jäger und Holz sind mir egal, ich gehe im Wald Skifahren.
Aber man muss sich schon ein bisschen an die eigen Nase fassen und zugeben, dass das schon ein wenig so ist, wie mit einem Landrover durch das Weizenfeld eines Bauern zu heizen und dabei noch ein Paar seiner Kühe und Schafe zu überfahren.
baron cznary
12.01.2012, 19:13
So sehe ich das im wesentlichen auch. Nur habe ich nach etwas genauerem Lesen der Naturschutzbegründung auch folgende Problematik gefunden:
Wenn es heißt, die Hirsche verbrauchen bei der Flucht vor Freeridern zu viel Energie, dann geht es meistens nicht darum, dass Kinder weinen müssen, weil Bambi stirbt. Vielmehr zerknabbern die ausgehungerten Tiere den wertvollen Wald,
Aber man muss sich schon ein bisschen an die eigen Nase fassen und zugeben, dass das schon ein wenig so ist, wie mit einem Landrover durch das Weizenfeld eines Bauern zu heizen und dabei noch ein Paar seiner Kühe und Schafe zu überfahren.
nein ist es nicht, denn die kühe stehen eben nicht zu 100erten im weizenfeld und fressen es kahl und der bauer schüttet im winter auch kein zusatzfutter an den rand des feldes, damit er sich nen kuhkopf an die wand hängen kann.
freerider13
12.01.2012, 20:41
Servus!
*offtopic on*
off topic:
ich möchte mich entschuldigen, dass mein Kommentar eventuell etwas unhöflich rüberkam, aber nicht für den Kern der Aussage. [...]Da du ja bereits daraus gelernt hast, war mein harscher Beitrag ja wohl doch erfolgreich.
Äh, Romarius, gehts noch?
In einem Forumstopic geht es - im Gegensatz zu deinem Verständnis - in erster Linie mal darum zu beantworten was der TOPICERÖFFNER gefragt hat. Und soweit ich mich erinnere fragte der nach der Meinung der Forumsmitglieder! Und nicht ob alle gut gelesen haben!!!
Und stell dir vor: Es gibt auch Foren, in denen hat ein (!) Topic mal schnell über 200 Seiten á 20 Beiträge. Marschierst du da auch einfach rein und machst in rambomanier Leute dumm an weil Sie nicht alles gelesen haben???
Respektlos wird eine Antwort erst wenn man völlig am Thema vorbeischreibt, weil man nicht gelesen hat. Hab ich aber nicht.
Was ich jetzt gelernt haben soll durch dein rumgeblaffe ist mir nicht klar - aber ich glaub auch nicht, daß ich von dir was lernen könnte.:rolleyes2:
Aber du kannst ja noch mal über was nachdenken:
zum Thema: ich gehe selbst sehr gerne im Wald skifahren, das gehört für mich mit zum Besten, was Skifahren zu bieten hat. Die meisten negativen Folgen meines TUns sind mir dabei bewusst udn ich habe acuh ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein paar (essbare) Tiere aufschrecke.
Andererseits fühle ich mich als Skifahrer komplett fehlinformiert bzw bewusst im Unklaren über Schutzgebiete gelassen. Wenn ich Infos möchte, muss ich mri die selbst besorgen, was ich und fast jeder andere dann doch eher in den wenigsten Fällen macht.
Respektlos ist es vor allem andere zum lesen aufzufordern, seine geistigen Ergüsse dazu aber noch nicht mal mehr auf die SIMPELSTE Rechtschreibung durchzulesen und dies der Allgemeinheit zuzumuten.:eek: Oberlehrer spielen kann ich auch, Romarius. Setzen, sechs! Und lern was fürs nächste mal! Und jetzt Schluß.
*offtopic off*
@Tobi:
Zuerst: Entschuldig dich doch nicht für andere, auch wenns nett von dir ist: Du hast ja nix gemacht.:prost:
Und zum Thema:
Ich geb dir schon recht zu dem Thema Biotop und Autobahn, mein Gedanke ging aber eher Richtung Tierarten. Ein Reh oder ein Schneehuhn bleibt mE. auch nicht freiwillig neben der Autobahn sitzen. die -keine Ahnung, sagen wir- "astschwingende Wildfleckennacktschnecke" stört sich dagegen weniger an der Autobahn. Aber halt auch nicht am vorbeifahrenden Freerider. Bei 1000 davon schauts wohl wieder anders aus. Das war halt mein Gedankengang.
greets,
Jan
PS.: Ich versuch grad, das Weizenfeld voller Kühe wieder ausm Kopf zu kriegen...:D
AllesO.Kay
24.01.2012, 10:49
Wer das ganze noch etwas wissenschaflticher angehen möchte: ich hab eine Diplomarbeit gefunden, die sich mit dem Thema Backcountry-Snowboarden und den Auswirkungen auf Natur+Umwelt sowie den möglichen Lenkungsmaßnahmen (in der Schweiz) auseinandersetzt.
http://www.wsl.ch/fe/wisoz/students/DA_Loppacher_2008.pdf
freerider13
24.01.2012, 11:35
Servus!
Cool, das gibt ne nette Abendlektüre! Die Zusammenfassung ist schon mal sehr interessant!
Schade finde ich jedoch, daß der Verfasser noch im Jahr 2008 nur Snowboarder als Freerider bezeichnet obwohl er schon anmerkt, daß entsprechende Maßnahmen auf eine weiter reichende Zielgruppe anzuwenden sind.
Durch Einbeziehung der Skifahrer hätte er sicher auch seine Rücklaufquote von 19,5% erhöhen können...
Und mich hätt auch gleich interessiert, ob Skifahrer und Snowboarder sich in Ihrer Meinung zu dem Thema unterscheiden.
(Meiner Meinung nach ja nicht...)
Aber jetzt les mas erst mal, Danke AllesO.Kay!
greets,
Jan
super, danke für den Tipp. Werde da auch mal reinschauen.
Cheers!
die diskussion geht nun in der öffentlichkeit weiter
http://www.vol.at/lr-schwaerzler-die-grenzen-sind-ueberschritten-2/3166332
bin schon gespannt, was da nächsten(!) winter kommt
Naja, das bestätigt ja die überwiegend skeptische Meinung hier auch bei uns. Ich kann die Position der Offiziellen aber gut nachvollziehen…
freerider13
13.02.2012, 12:33
Nun ja, für mich ist das eher so ein schnell hingeschmissenes politisches Statement. Wenig durchdacht.
Es wird festgestellt, daß die Tendenz zum Freeriden in den letzten Jahren zugenommen hat - welch Überaschung:nonono:.
Und als Folge wird überlegt, wie man das ganze sanktionieren kann - ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, ob vieleicht bei der Kanalisierung des Trends Versäumnisse gab oder Fehler gemacht wurden:kotz:!
Ein typisch politischer Schnellschuß. Kenne den werten Herrn zwar nicht, die Kommentare zum Artikel lassen aber wohl darauf schließen, daß der gute Mann eher in Richtung Populist/Lobyist geht statt die Dinge nachhaltig zu durchdenken...
Hoffe mal nicht, daß aufgrund solcher Aussagen irgendwelche Neuregelungen beschlossen werden in Vorarlberg - da kann nix vernünftiges bei rumkommen.
greets,
Jan
die öffentliche Diskussion hat begonnen:
http://tvthek.orf.at/programs/70024-Vorarlberg-heute/episodes/3943036-Vorarlberg-heute/3945398-Alpin-Sicherheitsgipfel
hier möchte ich mich bei allen bedanken, die dies ermöglichlt haben oder einfach gesagt: körig hon des ihr gmacht!
die entwicklung nimmt unschöne auswüchse an ...
herr_stoiber
27.04.2012, 09:28
der artikel dazu, aber achtung ähm qualitätsjournalismus wie beim orf üblich
http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2530663/
baron cznary
27.04.2012, 14:27
hier möchte ich mich bei allen bedanken, die dies ermöglichlt haben oder einfach gesagt: körig hon des ihr gmacht!
...
Ich denke die Marketing Abteilungen der Ski- und auch der Tourismus Industrie hören dich sicher.
einfache Lösung: Fat skis verbieten und es reguliert sich von selbst. wie früher :D
was war ich glücklich als superkurze carver der heisse scheiss waren :)
Ich denke die Marketing Abteilungen der Ski- und auch der Tourismus Industrie hören dich sicher.
einfache Lösung: Fat skis verbieten und es reguliert sich von selbst. wie früher :D
was war ich glücklich als superkurze carver der heisse scheiss waren :)
Super Idee. 70 mm Skibreite maximal und schon sagen sich Fuchs und Has im Wald wieder gute Nacht.
Schneerutscher
27.04.2012, 15:42
Ich denke, da haben die Vorarberger Liftgesellschaften und die Skiindustrie ganze Sache gemacht.
Zuerst wird der Skitourist mit "Freeride" beworben, jedes Skigebiet hat noch bessere "Freeride"-Abfahrten. Freeride ist der Megahit, wer nicht Freerider ist ist out. Jeder Skifabrikant mischt megamäßig mit und verdient sich dumm und dämlich.
Jetzt kommen die Skitouristen und möchten "Freeride" - doch halt : ätschgäbele jetzt ist es verboten.
Was nun ? fragt sich der tatenstrotzende Skifahrer. Was soll ich jetzt mit den Faßdauben tun ?.......
Ich finde den Bericht vom ORF von gestern voll zum :kotz:
Mal sehen ob in Zukunft nur noch mit lizenziertem Freerideguide oder Skitourenführer bzw. Bergführer von der Skipiste abgewichen werden darf.
- Bin mal gespannt.
bekennender Freerider :aufreg: auch noch in den nächsten 50 Jahren
Der Bericht des ORF gibt leider keinerlei Einblicke in die Diskussion des Meetings und sondert nur Platitüden ab. Schade, das Thema hätte es verdient, dass man es inhaltstreuer behandelt. Es wird ja nichtmal klar gemacht, ob es um's Variantengelände in den bzw. um die Skigebiete oder um den gesamten freien Skiraum geht. Aber Hauptsache, man kann irgendwelche Zahlen nennen, wieviele Idioten wieder was kaputt gemacht haben. Und da fragen mich Leute ernsthaft, warum ich Massenmedien nicht als Infoquelle nutze...
Bleibt also abzuwarten, bis die teilnehmenden Interessensgruppen etwas dazu veröffentlichen. Ich hoffe, diese Diskussion kann fruchtbar weiter geführt werden. Den auch klar ist: So kann's nicht bleiben.
tuff_enuff
30.04.2012, 10:56
im orf-beitrag wurden natürlich auch die vorzeige-freerider gezeigt - ohne rucksack, mitten durch die lawinenverbauung, zu x-t irgendwo herumwuselnd... naja.