Törtche
04.12.2011, 21:11
So dann versuch ich mich auch mal in Sachen Tripreport für das schöne Gewinnspiel(überseht bitte die Rechtschreib und grammatikalischen Fehler ;).
Also auf auf
Am 1.Mai, einen Tag nach dem offiziellen Ende meines 3 wöchigen Krankenscheines, hatte ich die wahnwitzige Idee mit drei Freunden nen Klettersteig zu gehen. Also alles fix gemacht und am 1. Mai ging es morgens um Acht ab ins Tannheimer Tal zum Vilsalpsee hinauf und dann zu Fuß zur Landsberger Hütte hoch. Man muss dazu wissen, das ich konditionell nicht im besten Zustand war und dann auch durch die sch.. Antibiotika noch schlechter dran war, aber egal. Das Ego war an diesem Tag größer. An der Landberger Hütte angekommen erstmal ne kleine Jause und anschauen wo es denn nun hochgehen soll. Ja 300 hm an der Nordwand geht der 2010 errichtete Klettersteig hoch. Also auf auf zum Klettersteig-Eingang durch so ein bek... Schneefeld. Dieses Schneefeld hat mir Kräfte geraubt die mir dann später im Klettersteig gefehlt haben. Aber zu diesem Zeitpunkt war das Ego immer noch größer als der gesunde Verstand. Die ersten Züge im Seil gehongen. "Geht schon", hab ich mir die ganze Zeit gesagt. Immer weiter. Mein Cousin hat mich immer wieder gefragt, ob alles ok ist. Bei mir war nicht mehr so viel ok, aber ich wollte mich wie immer durchkämpfen und nicht aufgeben. Also weiter hoch an der Wand. Irgendwann kam ein kleiner Überhang, der für normalgewichtige, größere Mensche gut zu machen ist. Für kleinere, ich sag es mal nett umschrieben, etwas fülligere Menschen, dann doch eine etwas größere Herausforderung ist. Aber mein Ego hat wieder gesagt du schaffst das und auf der anderen Seite hatte ich keine andere Möglichkeit mehr, als hochzugehen, weil einen Notaustieg gibt es dann dort doch nicht.
Also ab richtig ins Stahlseil gehongen und dann war auf einmal die Kraft in den Armen weg. Sie war einfach weg. Also erster Versuch abgebrochen. Kurze Pause. Zweiter Versuch. Abgerutscht und ab ins Klettersteigset gefallen. Ich muss sagen die Sets halten verdammt viel aus. (Sturzhöhe ca. nen halben Meter und Fallbremse ist nicht aufgegangen bei nem Lebendgewicht von rund 120kg). Gut erster Schock überwunden. Nochmal versucht, wieder gefallen und nun ist der Kopf leer und es geht nichts mehr. Und dann ab diesem Zeitpunkt weiß ich nun was es bedeutet Freunde am Berg mit dabei zu haben. Einer ist zu mir runtergekommen, hat mich mit ner Bandschlinge gesichtert, der andere musste mir jeden Schritt ansagen und der Dritte hat mich moralisch einfach nur unterstützt. Dann nach ca. 1 Stunde hatte ich dann auch endlich diesen kleinen Überhang geschafft. Aber nun lief alles wie im Film ab. Mein Kopf war leer, ich musste wirklich alles gesagt bekommen. Problem war nur das dann noch ein kleines Schneefeld kam, an dem keine Sicherung mehr war. Aber auch das haben wir gemeistert. Und dann kam das Gipfelkreuz. Man ich kann euch sagen, wie froh ich war als ich dieses Kreuz gesehen hab und wusste gleich bin ich oben. Oben angekommen kam wieder ein wenig Kraft zurück, damit ich wenigstens den Berg noch runtergekommen bin.
Also ich weiß nur eins. Ich mach immer noch ab und an Bergtouren alleine. Aber die schönste Bergtour ist meistens die Tour bei denen gute Freunde oder nette Menschen dabei sind, denen man auch in schwierigen Situationen vertrauen kann. Und denen drei würde ich jederzeit wieder vertrauen.
Danke Petr, Jakob und Benni für diese Tour. Nächstes Jahr wieder aber dann ohne Zwischenfall und mit ner kleinen Grundkondition.
Zum Schluss noch ein paar Bilder.
Also auf auf
Am 1.Mai, einen Tag nach dem offiziellen Ende meines 3 wöchigen Krankenscheines, hatte ich die wahnwitzige Idee mit drei Freunden nen Klettersteig zu gehen. Also alles fix gemacht und am 1. Mai ging es morgens um Acht ab ins Tannheimer Tal zum Vilsalpsee hinauf und dann zu Fuß zur Landsberger Hütte hoch. Man muss dazu wissen, das ich konditionell nicht im besten Zustand war und dann auch durch die sch.. Antibiotika noch schlechter dran war, aber egal. Das Ego war an diesem Tag größer. An der Landberger Hütte angekommen erstmal ne kleine Jause und anschauen wo es denn nun hochgehen soll. Ja 300 hm an der Nordwand geht der 2010 errichtete Klettersteig hoch. Also auf auf zum Klettersteig-Eingang durch so ein bek... Schneefeld. Dieses Schneefeld hat mir Kräfte geraubt die mir dann später im Klettersteig gefehlt haben. Aber zu diesem Zeitpunkt war das Ego immer noch größer als der gesunde Verstand. Die ersten Züge im Seil gehongen. "Geht schon", hab ich mir die ganze Zeit gesagt. Immer weiter. Mein Cousin hat mich immer wieder gefragt, ob alles ok ist. Bei mir war nicht mehr so viel ok, aber ich wollte mich wie immer durchkämpfen und nicht aufgeben. Also weiter hoch an der Wand. Irgendwann kam ein kleiner Überhang, der für normalgewichtige, größere Mensche gut zu machen ist. Für kleinere, ich sag es mal nett umschrieben, etwas fülligere Menschen, dann doch eine etwas größere Herausforderung ist. Aber mein Ego hat wieder gesagt du schaffst das und auf der anderen Seite hatte ich keine andere Möglichkeit mehr, als hochzugehen, weil einen Notaustieg gibt es dann dort doch nicht.
Also ab richtig ins Stahlseil gehongen und dann war auf einmal die Kraft in den Armen weg. Sie war einfach weg. Also erster Versuch abgebrochen. Kurze Pause. Zweiter Versuch. Abgerutscht und ab ins Klettersteigset gefallen. Ich muss sagen die Sets halten verdammt viel aus. (Sturzhöhe ca. nen halben Meter und Fallbremse ist nicht aufgegangen bei nem Lebendgewicht von rund 120kg). Gut erster Schock überwunden. Nochmal versucht, wieder gefallen und nun ist der Kopf leer und es geht nichts mehr. Und dann ab diesem Zeitpunkt weiß ich nun was es bedeutet Freunde am Berg mit dabei zu haben. Einer ist zu mir runtergekommen, hat mich mit ner Bandschlinge gesichtert, der andere musste mir jeden Schritt ansagen und der Dritte hat mich moralisch einfach nur unterstützt. Dann nach ca. 1 Stunde hatte ich dann auch endlich diesen kleinen Überhang geschafft. Aber nun lief alles wie im Film ab. Mein Kopf war leer, ich musste wirklich alles gesagt bekommen. Problem war nur das dann noch ein kleines Schneefeld kam, an dem keine Sicherung mehr war. Aber auch das haben wir gemeistert. Und dann kam das Gipfelkreuz. Man ich kann euch sagen, wie froh ich war als ich dieses Kreuz gesehen hab und wusste gleich bin ich oben. Oben angekommen kam wieder ein wenig Kraft zurück, damit ich wenigstens den Berg noch runtergekommen bin.
Also ich weiß nur eins. Ich mach immer noch ab und an Bergtouren alleine. Aber die schönste Bergtour ist meistens die Tour bei denen gute Freunde oder nette Menschen dabei sind, denen man auch in schwierigen Situationen vertrauen kann. Und denen drei würde ich jederzeit wieder vertrauen.
Danke Petr, Jakob und Benni für diese Tour. Nächstes Jahr wieder aber dann ohne Zwischenfall und mit ner kleinen Grundkondition.
Zum Schluss noch ein paar Bilder.